Schuppen beim Hund

Geposted von Honig Pfote am

Schuppen beim Hund – wie das Fell wieder glänzend wird?

Wenn Sie weiße Flocken auf dem Fell Ihres Vierbeiners entdecken, handelt es sich um Hundeschuppen. Was die Ursachen dafür sind, was dagegen hilft und wie Sie Hautschuppen in Zukunft verhindern können, wird im Folgenden besprochen.

Die abgestorbenen Hautzellen in Form von Hundeschuppen sind Grund von einer fehlerhaften Zellproduktion. Wenn zu viele Zellen produziert werden oder zu viele Hautzellen vom Hund vorzeitig abgestoßen werden, machen diese Zellen sich als Hundeschuppen auf dem Hund bemerkbar. Man unterscheidet zwei unterschiedliche Arten von Hundeschuppen: kleine, weiße lose Schuppen und große, gelbliche Schuppen. Die weißen Hundeschuppen beim Hund sind meist saisonal bedingt und meist Ursache von zu trockener Raumluft im Herbst und Winter. Trockene Hundehaut juckt und wirft Schuppen, wenn  man sie kratzt. Gelbe Schuppen werden durch eine zu hohe Talgproduktion neben den Haarwurzeln verursacht. Andere Ursachen für Schuppen auf der Haut können eine falsche Ernährung und/oder psychische Probleme und Stress sein. Ernstzunehmende Ursachen für die Schuppenbildung sind zudem ein Befall von Parasiten, ein Hautpilz, Allergien oder Stoffwechselerkrankungen. Besonders ein Pilzbefall und Allergien können zudem starken Juckreiz bei Ihrem Vierbeiner auslösen, worauf Sie unbedingt achten sollten. Dieser Juckreiz beim Hund ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch Sekundärinfektionen durch eindingende Bakterien begünstigen. Wenn sich die Schuppenproduktion extrem ausbreitet und Ihnen wirklich ernsthaft Sorgen macht und ein Juckreiz beim Hund hinzukommt, wird ein Tierarzt die unterschiedlichen Ursachen eingrenzen und Ihnen die genaue Ursache mitteilen. Wenn die vorher genannten Krankheiten ausgeschlossen werden können, können hilfreiche Tipps helfen die Kopfhaut und das Fell wieder schön glänzend aussehen zu lassen.

Wie Fellpflege gegen Schuppen beim Hund hilft

Eine gründliche und regelmäßige Fellpflege durch Kämmen und Bürsten hilft dabei, dass sich abgestorbene Hautpartikel von der Haut lösen. Es kann gesundes Haar viel einfacher nachwachsen und dabei helfen Schuppen beim Hund vorzubeugen, da die Kopfhaut mit Luft versorgt wird. Es helfen insbesondere Natur- oder Schweinborsten und bei Welpen Babybürsten. Außerdem sorgen Bürstenstriche für eine sanfte und wohltuende Massage und fördert die Durchblutung der Haut: TIPP einige Tropfen Apfelessig im Fell beim Bürsten bindet Staub und Schuppen und wird besser entfernt. Einmassiertes Öl versorgt zusätzlich die Haut mit ausreichender Feuchtigkeit. Die Hunde Fellpflege zählt zu den wichtigsten Maßnahmen bei Vierbeinern und sollte wie folgt aussehen:

  1. Hundefell bürsten:Bei der Hunde Fellpflege ist es besonders wichtig seinen Vierbeiner am besten täglich zu bürsten. Verwenden Sie hierfür ausschließlich spezielle Bürsten für Hunde. Je nach Rasse gibt es unterschiedliche Bürsten für Hunde. Dies ist vor allem bei langhaarigen Hunden von Vorteil, denn hier gibt es spezielle Hundebürsten für Langhaar auf dem Markt. Haben Sie die passende Bürste gefunden, dann kann es an den eigentlichen Part gehen. Kämmen Sie das Fell Ihres Vierbeiners regelmäßig aus.
  2. Hundefell waschen:In der Regel müssen Vierbeiner nur recht selten gebadet werden, denn sie besitzen ein wasser- und schmutzabstoßendes Haar. Bei normalen Verschmutzungen reicht häufig das Abreiben mit einem Handtuch aus. Hat sich Ihr Hund im Dreck gewälzt, dann ist eine kurze Dusche angesagt. Für die Fellreinigung sollte allerdings ausschließlich spezielles Shampoo für Hunde zum Einsatz kommen. Alles andere könnte der empfindlichen Haut des Vierbeiners enorm schaden. Shampoo für Hunde finden Sie häufig in Drogerien oder Tiergeschäften. (Lesen Sie hier weiter
  3. Hundefell trimmen:Wer seinen Hund trimmen möchte, sollte dies nicht zu früh tun. Optimal ist der Zeitpunkt des Erwachsenwerdens. Welpen und Junghunde müssen aufgrund ihrer dezenten Fellstruktur noch nicht getrimmt werden. Möchten Sie Ihren ausgewachsenen Hund trimmen, dann sollten Sie unbedingt einen Trimmkamm für Hunde besorgen. Unter einem Trimmkamm für Hunde versteht man einen Spezialkamm. Dieser sorgt für ein schmerzfreies und einfaches Trimmen.
  4. Hund scheren:Das Fell verleiht den Hunden nicht nur ihr typisches Aussehen, sondern übernimmt auch wichtige Schutzfunktionen. Es schützt die Haut vor Witterungseinflüssen und Schmutz. Zudem hält es die gefährliche UV-Sonnenstrahlung ab. Dennoch müssen einige Hunderassen ab und an geschert werden. Müssen auch Sie Ihren Hund scheren, dann sollten Sie sich vorab ausführlich darüber informieren. Wer seinen Hund scheren möchte sollte stets geeignete Geräte dafür verwenden. Besonders empfehlenswert sind sogenannte Entfilzungsmesser und Schermaschinen. 

 Die richtige Ernährung, um Hundeschuppen vorzubeugen

Die Rolle nimmt eine besondere Bedeutung für die Hundegesundheit ein und spielt auch eine Rolle, wenn es darum geht Schuppen bei Hunden zu beseitigen. Achten Sie deshalb immer auf eine hochwertige Ernährung, denn eine Unterversorgung kann zu Schlappheit, Müdigkeit, Ausbrechen von Krankheiten, brüchigem Haar, Haarausfall (Lesen Sie hier weiter) und der Entstehung von Schuppen führen. Das liegt daran, da die Haut des Hundes aus dem Gleichgewicht geraten kann und das Schuppen zur Folge haben. Auch eine Ernährungsumstellung Ihres Fellfreundes kann sichtbare Hautveränderungen nach sich ziehen. Wenn der Hund beispielsweise bestimmte Nährstoffe nicht verträgt, kann sich eine Schuppenbildung zeigen. Außerdem tritt zudem bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten vermehrt eine Entzündung der Haut und Juckreiz auf. Die Ernährung kann hier also eine typische Ursache sein für allergische Reaktionen und Futtermittelunverträglichkeiten, welche starken Juckreiz beim Hund auslösen können. Die Schuppenbildung tritt erst einige Zeit nach der Futterumstellung auf und erschwert dadurch eine Diagnose woran die Schuppenbildung beim Hund nun liegt.
Nur durch die Durchführung einer Eliminationsdiät können die allergieauslösenden Inhaltsstoffe erkannt werden. Dabei werden dem Hund über einen längeren Zeitraum nur eine Protein- sowie eine Kohlenhydratquelle verfüttert, die der Hund zuvor noch nie gefressen hat. Anschließend wird durch die schrittweise Hinzunahme neuer Futterkomponenten ausgetestet, auf welche Bestandteile er allergisch reagiert. Ist der Auslöser des Juckreizes und der Schuppen dadurch bekannt, sollte auf ihn zukünftig komplett in der Ernährung des Hundes verzichtet werden. Ideal sind dabei auch Spezialfutter, die sich an den individuellen Bedürfnissen jedes einzelnen Tieres orientieren, wie etwa ein hypoallergenes Futter.

Hausmittel gegen Schuppen beim Hund

Einige weiter Hausmittel wie die bereits gennanten können bei Schuppen beim Hund helfen. Wie bereits erwähnt, hilft eine regelmäßige und gründliche Fellpflege, dass sich das Fell und die Haut Ihres Hundes bestens entspannt und entwickelt. Somit werden Schuppen effektiv bekämpft. Neben einer angemessenen Hundewäsche mit speziellem Hundeshampoo kann ein wenig Apfelessig im Fell helfen tote Hautpartikel und abgestorbenes Haar besser zu binden und zu beseitigen. Ein weiteres Hausmittel gegen Schuppen beim Hund ist Leinöl, was die körpereigene Ölproduktion anregt und die Hautgesundheit positiv beeinflusst. Dieses Leinöl wird in das Futter getropft und wird so vom Hund durch die Nahrung aufgenommen.

Fazit – Wie sie Schuppen beim Hund erkennen, bekämpfen und vorbeugen

Gründe für Hundeschuppen sind sehr vielfältig und reichen von einer zu trockenen Raumluft, psychischen Problemen, Stress, Prasitenbefall, Allergien, Stoffwechselerkrankungen zu einer Mangelernährung bedingten Schuppenentwicklung. Bei zu trockener Luft können Sie das Problem schnell beseitigen, indem Sie vor allem im Winter regelmäßig lüften. Auch eine angemessene Ernährung sollte man immer im Blick behalten und insbesondere auf eine hochwertige Fütterung Ihres Tieres wert legen. Die anderen schwerwiegerenden Ursachen sollte man vom Arzt untersuchen lassen, um sicherzugehen. Dafür wird meist eine Blut- oder Urinprobe Ihres Hundes genommen und daraufhin auf mögliche Krankheitsbilder untersucht, die zur Schuppenbildung führen können.

Wichtig ist es, dass Sie dem Hund eine angemessene Ernährung bieten, das Fell Ihres Vierbeiners regelmäßig pflegen und ihn zu vorbeugenden Routineuntersuchungen zum Arzt mitnehmen. Setzen Sie Ihren Pelzfreund nicht zu hohem und häufigem Stress aus, da sich dies negativ auf sein Immunsystem und seine Gesundheit auswirken kann und zu Hautirritation und Schuppen führen kann. Die richtige Ernährung, viel Schlaf, eine artgerechte Haltung, viel Auslauf und viel Liebe helfen Ihrem kleinen Pfotenfreund sich prächtig zu entwickeln und eine unschöne Sache wie Schuppen bei Hunden vorzubeugen.


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